Neues für Ruheständler

90 Minuten voller Aha-Momente: Ruheständler lernen KI kennen

90 Minuten voller Aha-Momente: Ruheständler lernen KI kennen

70 Teilnehmer beim Vortrag von Gerhard Bachor – großes Interesse an einer neuen digitalen Welt

Dass man mit dem Lernen nie aufhört, bewiesen die 70 Ruheständler, die am Montagvormittag zum Vortrag „KI für Senioren – verständlich erklärt und mit praktischen Beispielen“ in den Sitzungssaal der Kulturhalle gekommen waren. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht und zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an Künstlicher Intelligenz auch bei älteren Menschen ist.

Bürgermeister Daniel Rauschenberger begrüßte die Teilnehmer und dankte dem Schaafheimer Gerhard Bachor, der vielen bereits durch sein Engagement bei den Digi-Lotsen bekannt ist, für seine Bereitschaft, sein Wissen weiterzugeben. Als kleines Dankeschön überreichte er ihm eine Flasche Bürgermeister-Sekt.

Und dann ging es gleich unterhaltsam los: Bevor Gerhard Bachor in die Welt der Künstlichen Intelligenz einstieg, spielte er einen selbst mit KI erstellten „Ruheständler-Song“ ab. Der Rhythmus war so mitreißend, dass der eine oder andere Zuhörer bereits mit den Füßen wippte. Ein gelungener Auftakt, der direkt zeigte, was mit KI alles möglich ist – sogar ein eigener Song!

Doch natürlich ging es auch um die praktischen Fragen: Was ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Wie funktioniert sie? Und wie kann man sie selbst nutzen? Gerhard Bachor konzentrierte sich auf ChatGPT und demonstrierte live, wie man mit der Anwendung arbeitet. Gleich zu Beginn zeigte er beispielsweise, welche Informationen die KI über ihn liefern konnte. Auch die Möglichkeiten, alte Fotos mithilfe von KI zu verbessern und fehlende Bilddetails zu ergänzen, sorgten für spannende Einblicke.

Die Ruheständler verfolgten die Erklärungen aufmerksam und nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Wie lässt sich eine Antwort ausdrucken? Kann ChatGPT bei der Recherche helfen? Und wie kann man einschätzen, ob ein Angebot – beispielsweise für eine Klimaanlage – seriös und empfehlenswert ist? Auch wichtige Sicherheitshinweise kamen nicht zu kurz. Besonders beim Umgang mit persönlichen Daten ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was man einer KI mitteilt, sollte man preisgeben.

Damit die Teilnehmer das Gelernte auch zu Hause in Ruhe vertiefen können, hatte Gerhard Bachor mehrere Merkzettel mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen vorbereitet. Jeder konnte die Unterlagen mitnehmen, die wichtigsten Informationen nochmals nachlesen und die einzelnen Schritte am eigenen Gerät ausprobieren.

Nach 90 Minuten war die Zeit wie im Flug vergangen. Viele Teilnehmer äußerten sich anschließend sehr positiv über den Vortrag. Die Veranstaltung zeigte, dass die Hemmschwelle gegenüber der neuen Technik sinkt, wenn sie verständlich erklärt und anhand konkreter Beispiele vorgestellt wird.

Jetzt heißt es: selbst ausprobieren, üben und neugierig bleiben! Denn Künstliche Intelligenz kann den Alltag auf vielfältige Weise unterstützen – und man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen.